Ponte di Legno – Madonna di Campiglio

Donnerstag 2.8.2007

Distanz: 72 km

Durchschnitt: 10.4 km/h

Fahrzeit: 7:00

Höhenmeter 2415

Heute Morgen versuchte ich mit dem italienischen Frühstück genug Kalorien für den kommenden Aufstieg zu tanken. In den Cappucino nahm ich Zucker und das Müsli rührte ich mit Konfitüre an und auf die Weissbrötchen strich ich haufenweise Nutella. Eine Strafe für mich. So viel Süsses und erst noch am Morgen. Nach 08:00 ging es los. Zuerst auf einer Teerstrasse bis zum Dörfchen Case die Viso, welches im Nationalpark Stelvio (Stilfserjoch) liegt. Dann ging es auf unendlichen Serpentinen auf einer steilen und verblockten Schotterstrasse hoch zum Refugio Bozzi, das ich gleich links liegen liess und mich an die 40% steile Schiebepassage zur Forcellina Montozzo auf 2613m machte. Ich dachte gemacht ist gemacht. Von oben hatte man eine wunderbare Sicht ins weite Tal und den kommenden Sigle Trail. Dann ging es etwa 1000 m runter zum Stausee Lago di Pian Palu. Auf der Abfahrt passierte ich viele aufsteigende Wander. Aber niemand fühlte sich gestört. Im Gegenteil. Sie klatschten und feuerten mich an, wenn ich über die steilen Wegstücke und Steine kurvte. Sie kamen kaum hoch und konnten sich nicht vorstellen, dass man da auch noch runterfahren konnte. Die Abfahrt war pizzacuplike. Unten am See gab es Polenta, Funghi e Salcice bevor es auf einer Teerstrasse weiter hinunter ging. Leider waren die staubigen Abfahrten zu viel für meine Hinterbremsen. Mein Hinterrad blockierte. Oncle Pete vom Cycle Shark gab mir über das Handy genaue Anweisungen was zu tun ist. Nach zwei Rückrufen waren neue Bremsbelege, die ich mir in einer Garage kaufte montiert und die Bremse gierte auch nicht mehr. Aber wirklich greifen tut sie auch nicht. Anscheinend gibt es da verschiedene Bremsbelege. Auf unendlich scheinenden Waldwegen ging es dann von Dimaro 8005m hoch zum Malga di Mondifrida auf 1640. Die dritte Banane musste dran glauben. Oben gab es beim Bauerhof eine Coke und und einen kleinen Schwatz mit vier Österreichern, die auch eine Transalp fahren. Nach ein paar Kilometern Abfahrt erreichte ich Madonna di Campiglio, wo ich subito im ersten Hotel einquartierte. Ich war ziemlich auf den Stümpen.